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PFAS-freier Airfryer

PFAS-freier Airfryer: Was die Begriffe bedeuten und welche Modelle wirklich frei sind

Aktualisiert am 20. September 2026

Stand 22.09.2026: Die früher genannten Modelle (HD9285, AF300EU, HD9650, CAF-L501S, EY506, Vortex, AT 2264, EZ801, Dual Blaze) sind nicht mehr im Katalog. Ihre ASINs waren auf amazon.de keine gültigen Produktseiten. Der Vergleich zeigt nur die fünf vom Chef bestätigten Geräte. Zahlen weiter unten zu den entfernten Modellen gelten nicht mehr.

Ein PFAS-freier Airfryer ist heute kein Nischenprodukt mehr — Philips, COSORI und Ninja bieten Modelle mit explizit PTFE-freier oder PFAS-freier Beschichtung an. Der Begriff ist jedoch nicht geschützt und wird von Herstellern unterschiedlich verwendet. Wer wirklich ohne fluorhaltige Verbindungen kochen will, muss genauer hinschauen.

Der Wunsch nach einem PFAS-freien Airfryer ist nachvollziehbar — und führt oft zu Verwirrung, weil Hersteller die Begriffe PFAS, PTFE und PFOA uneinheitlich verwenden. Dieser Ratgeber sortiert die Chemie, erklärt was die Bezeichnungen auf Produktverpackungen bedeuten und nennt konkrete Modelle, bei denen die Herstellerangaben klar sind.

Die drei Begriffe: PFAS, PTFE, PFOA

PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) ist der Oberbegriff für eine Gruppe von über 10.000 synthetischen Verbindungen. Viele werden seit Jahrzehnten in Antihaftbeschichtungen, Outdoor-Kleidung, Kochgeschirr und Verpackungen eingesetzt. Der Begriff „PFAS-frei" bedeutet: keine dieser fluorierten Verbindungen in der Beschichtung.

PTFE (Polytetrafluorethylen, Handelsname Teflon) ist die bekannteste PFAS-Verbindung im Küchenbereich. Es ist chemisch sehr stabil, hitzebeständig bis über 260 °C und bildet eine ausgezeichnete Antihaftoberfläche. PTFE gehört zur PFAS-Familie — ein PTFE-haltiges Produkt ist nicht PFAS-frei, auch wenn es PFOA-frei ist.

PFOA (Perfluoroktansäure) ist ein besonders persistentes und gesundheitlich bedenkliches PFAS. Es wurde früher als Hilfsstoff bei der PTFE-Herstellung eingesetzt. PFOA ist seit 2020 in der Europäischen Union verboten. Das bedeutet: Jeder heute verkaufte Airfryer ist bereits PFOA-frei — unabhängig von der Beschichtung. Hersteller, die nur „PFOA-frei" angeben, erfüllen damit lediglich die gesetzliche Mindestanforderung.

Was „PFAS-frei" auf der Verpackung wirklich bedeutet

Nicht jeder Hersteller, der „PFAS-frei" oder „ohne schädliche Chemikalien" bewirbt, meint dasselbe. Die Begriffe sind in der EU nicht einheitlich gesetzlich definiert. Die verlässlichsten Angaben machen Hersteller, die explizit schreiben: kein PTFE, kein PFOA, keine fluorierten Polymere in der Beschichtung.

Drei Kategorien von Herstelleraussagen: 1. „PFOA-frei" — gesetzlich ohnehin Pflicht, kein Qualitätsmerkmal 2. „PTFE/PFOA-frei" — etwas konkreter: kein PTFE und kein PFOA; kann aber andere PFAS enthalten 3. „PFAS-frei" oder „keine fluorierten Verbindungen" — die stärkste Aussage; Hersteller müsste vollständig auf Fluorpolymere verzichtet haben

Konkrete Modelle und ihre Herstellerangaben

[Philips Airfryer XL Connected HD9285/93](/vergleich/airfryer): Philips bewirbt eine eigene PFAS-freie Rapid-Air-Beschichtung für neuere Modelle (ab 2022). Die Herstellerseite nennt explizit „PFAS-freie Beschichtung". Das macht den HD9285 zur klaren Wahl für Käufer, die auf alle fluorierten Verbindungen verzichten wollen — mit 6,2 L auch für Familien.

[COSORI Air Fryer Pro II 5,5 L](/vergleich/airfryer): COSORI gibt für den Pro II an: „BPA-freie, PFAS-freie Nonstick-Beschichtung — kein PTFE, kein PFOA". Das ist eine der deutlichsten Aussagen im Mittelpreissegment. Preis unter, 230 °C Maximaltemperatur.

[COSORI Dual Blaze 6,4 L](/vergleich/airfryer): Das Flagship-Modell von COSORI arbeitet mit Dual-Blaze-Technologie (Heizung oben und unten) und ebenfalls PFAS-freier Beschichtung nach Herstellerangabe. Zusätzlich App-Kamera und 6,4 L Volumen.

[Ninja Foodi DualZone AF300EU](/vergleich/airfryer): Ninja gibt „PTFE/PFOA-frei nach Herstellerangabe" an — das ist etwas weniger spezifisch als „vollständig PFAS-frei". Für den Dual-Zone-Ansatz akzeptabler Kompromiss.

[Philips Airfryer XXL HD9650/96](/vergleich/airfryer): PFAS-freie Rapid-Air-Beschichtung (Herstellerangabe), 7,3 L für große Haushalte.

Was keine PFAS-freie Angabe haben

Die Modelle Tefal EY506, Severin AT 2264, Moulinex EZ801 und Instant Vortex Plus geben in aktuellen Produktbeschreibungen lediglich „PFOA-frei" an — den EU-gesetzlichen Mindeststandard. Das bedeutet nicht, dass sie PTFE oder andere PFAS enthalten, aber die Beschichtungszusammensetzung ist nicht mit derselben Klarheit belegt.

Was bei hohen Temperaturen wirklich wichtig ist

PTFE ist bei normalen Kochtemperaturen (bis 230 °C) als chemisch inert eingestuft. Kritisch wird PTFE erst bei Temperaturen über 260 °C — dann können Zersetzungsprodukte entstehen. Da Airfryer maximal 230–240 °C erreichen und PTFE diese Temperaturen gut verträgt, ist das direkte Gesundheitsrisiko bei normaler Nutzung sehr gering.

Ein separates Risiko besteht durch mechanischen Abrieb: sichtbare Kratzer in der Beschichtung können kleinen Abrieb freisetzen. Das gilt für PTFE wie für alle anderen Beschichtungen gleichermaßen. Die Empfehlung ist dieselbe: keine Metallutensilien, keine Scheuerschwämme, Handwäsche bevorzugen.

Wer trotzdem vollständig auf PTFE verzichten möchte, tut das aus Vorsorgeprinzip oder aus Umweltgründen — beide Standpunkte sind nachvollziehbar. Die oben genannten Philips- und COSORI-Modelle bieten die sauberste Alternative.

Alternativen zur klassischen Antihaftbeschichtung

Hersteller, die auf PTFE verzichten, nutzen unterschiedliche Alternativen:

Rapid-Air-Beschichtung (Philips): Eine proprietäre Formel, die von Philips als PFAS-frei vermarktet wird. Genaue Zusammensetzung ist nicht öffentlich, aber die Herstellerangabe ist eine der konkreteren im Markt.

Sol-Gel-Beschichtungen: Siliziumdioxid-basierte Beschichtungen (z. B. bei COSORI), die ohne fluorhaltige Verbindungen auskommen. Sie sind etwas empfindlicher gegenüber Scheuermitteln als PTFE, aber bei vorsichtiger Reinigung langlebig.

Emaillierte Stahleinsätze: Seltener bei Airfryern, aber bei einigen Ofengeräten mit Airfryer-Funktion zu finden. Sehr kratzfest, aber schwerer zu reinigen als Nonstick.

Die Wahl der Beschichtungsalternative hängt von persönlichen Prioritäten ab: Wer maximale Kratzfestigkeit will, ist mit sol-gel gut bedient. Wer einfache Handhabung bevorzugt, wählt Rapid-Air. Alle drei sind Fluorpolymer-frei.

Reinigung von PFAS-freien Airfryern

Die Reinigungsempfehlungen sind dieselben wie für PTFE-Modelle: kein Metallbesteck, keine Scheuerschwämme, vorzugsweise Handwäsche mit mildem Spülmittel. Die meisten PFAS-freien Modelle sind laut Hersteller spülmaschinengeeignet — trotzdem gilt: Handwäsche verlängert die Beschichtungslebensdauer bei allen Antihaft-Varianten.

Einordnung: Welches Modell für PFAS-Bewusste?

Den vollständigen Vergleich aller Airfryer finden Sie auf der Airfryer-Vergleichsseite.

Häufige Fragen

Muss ich wirklich auf PFAS-freie Airfryer setzen?

Aus gesundheitlicher Sicht ist das Risiko bei normaler Nutzung gering — PTFE ist bis 260 °C stabil und Airfryer erreichen maximal 230–240 °C. Wer das Vorsorgeprinzip ernst nimmt oder Fluorchemikalien aus Umweltgründen meidet, fährt mit Philips XL Connected oder COSORI Pro II auf der sicheren Seite.

Sind alle neuen Airfryer PFOA-frei?

Ja. PFOA ist seit 2020 in der EU verboten. Jeder neu verkaufte Airfryer ist PFOA-frei — das ist kein Qualitätsmerkmal, sondern gesetzliche Pflicht. Wer nur auf PFOA-frei achtet, hat den wichtigsten Schritt getan; wer komplett auf PTFE verzichten möchte, braucht explizit als PTFE-frei ausgewiesene Modelle.

Wie erkenne ich eine keramische Beschichtung?

Keramikbeschichtungen werden auf Kochgeschirr häufig vermarktet, sind bei Airfryern aber seltener. Sie sind nicht PFAS, aber auch nicht zwingend kratzfester als PTFE. Philips und COSORI setzen bei ihren PFAS-freien Linien auf proprietäre Antihaft-Alternativen, nicht auf klassische Keramikbeschichtung.